OrganistInnen 2026


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Gereon Krahforst wurde 1973 in Bonn geboren. 1990-2000 studierte er Komposition, Musikwissenschaft, Kirchenmusik, Klavier und Orgel in Köln und Frankfurt am Main (Orgellehrer waren vor dem Studium Markus Karas und John Birley, während des Studiums dann Clemens Ganz und Daniel Roth). Zahlreiche Meisterkurse und private Studien u.a. mit Marie-Claire Alain, Jon Laukvik, Petr Eben, Wolfgang Seifen, Tomasz A. Nowak, Franz Lehrndorfer und vielen anderen ergänzen seine Studien. Nach herausragenden Anstellungen u.a. in der Kreuzbergkirche Bonn, dem Mönchengladbacher Münster und in Minden (Dom) sowie als Domorganist in Paderborn wanderte er zunächst nach Südspanien aus und amtierte dort als Organist in Marbella. Bis dahin lehrte er gleichzeitig acht Jahre lang eine Orgel-Improvisationsklasse an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover. 2012 – 2014 amtierte er als Cathedral Organist und Associate Director of Music an der Cathedral Basilica of Saint Louis, Missouri; aus familiären Gründen kehrte er Deutschland zurück; 2015 wurde er als Abteiorganist nach Maria Laach berufen; des weiteren ist er u.a. künstlerischer Leiter der Orgelkonzertreihe an der historischen Balthasar-König-Orgel von 1714 in der Klosterkirche St. Leodegar zu Niederehe / Eifel, der ältesten spielbaren Orgel in Rheinland-Pfalz. Seit 2017 arbeitet er als berufenes Mitglied im Komitee für die Internationalen OrgelWochen innerhalb des Kultursommers Rheinland-Pfalz im Ministerium für Kultur, Bildung und Forschung in Mainz; 2018-2024 war er zusätzlich Organist und Custos der Großen Orgel in der Rhein-Mosel-Halle Koblenz und Intendant des Bonner Orgelfests; seit 2019 arbeitet er als Teilzeitkirchenmusiker im Pfarreienverband Plaidt mit, wo u.a. die wertvolle, romantische englische Keates-Orgel von 1896 in Andernach zu seinen Instrumenten zählen. Seit 2023 leitet er zusammen mit Prof. a.D. Johannes Geffert die sommerlichen Orgelkonzerte in der Kreuzbergkirche Bonn (einer seiner früheren Wirkungsorte) sowie seit 2025 die Konzerte in der berühmten Apollinariskirche Remagen.

Besonders als Improvisator konnte er sich weltweit einen Namen machen; daneben zählen zu seinem breit gefächerten Repertoire u.a. sämtliche Orgelwerke von Scheidt, Pachelbel, Muffat, Couperin, Buxtehude, Bach, Mendelssohn, Schumann, Brahms, Franck, Duruflé, zahlreiche Werke von Guilmant, alle 10 Symphonien Widors, alle 6 Orgelsymphonien Viernes, viele Werke von Dupré und Messiaen sowie ein großer Fundus an unbekannten, lohnenswerten Komponisten aller möglichen Länder und Epochen. Immer wieder werden seine abwechslungsreichen Programmgestaltungen und unkonventionellen Registrierungen bewundert, was in lobenden Kommentaren und Empfehlungen von Jean Guillou, Olivier Latry, Thierry Escaich, John Scott und Stephen Tharp gipfelt.

Bereits 1987 gewann er als 14jähriger einen landesweiten Kompositionswettbewerb mit einem Konzert für Klavier und Orchester; zahlreiche weitere, auch internationale Preise, in Komposition, Klavier und Orgel schlossen sich an. Konzerte führten ihn – zunächst sogar zusätzlich auch als Pianist – in viele Kathedralen, Kirchen und Konzertsäle ganz Europas, nach Südkorea und auch vor dem Auswandern mehrmals in die USA. Dort erhielt er besondere Auszeichnungen der AGO für Konzerte Meisterkurse zur Interpretation der Orgelwerke Max Regers sowie für Orgelimprovisation. CD-Aufnahmen sowie Auftritte in Rundfunk und Fernsehen runden sein vielschichtiges musikalisches Wirken ab.

Gereon Krahforst ist zudem Widmungsträger diverser zeitgenössischer Kompositionen, darunter Rami Bar-Niv, Israel – und als Juror bei internationalen Orgelwettbewerben in Erscheinung getreten.

httpss://www.gereonkrahforst.org

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Der Lebenslauf wird in Kürze hier erscheinen.
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Die aus Mähren (Tschechien) stammende Organistin Lenka Fehl-Gajdošová erhielt ihre Ausbildung in Prag, Hamburg und Berlin. Entscheidende künstlerische Impulse verdankt sie
insbesondere Jaroslav Tůma und Wolfgang Zerer; internationale Meisterkurse ergänzten ihre musikalische Prägung.
Mit Berlin als künstlerischem Lebensmittelpunkt entfaltet Lenka Fehl-Gajdošová eine rege Konzerttätigkeit als Organistin und Chorleiterin. An der Wallfahrtskirche Maria Frieden realisiert sie anspruchsvolle Chor- und Orchesterprojekte und verbindet dabei die große Tradition geistlicher Musik mit innovativen Konzertformaten. In Teltow leitet sie die Kantorei von St. Andreas und prägt dort das Konzertleben durch die künstlerische Konzeption umfangreicher Programme.
Als Konzertorganistin gastierte sie bei internationalen Festivals in Europa und den USA. Ihre Programme verbinden die große Orgeltradition mit Musik des 20. und 21. Jahrhunderts und sind von klarer thematischer Dramaturgie geprägt.
Lenka Fehl-Gajdošová ist Preisträgerin mehrerer internationaler Orgelwettbewerbe, darunter des internationalen Hermann-Schroeder-Wettbewerbs in Trier (1. Preis).
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Winfried Bönig wurde 2001 zum Domorganisten in Köln berufen und leitet als Professor für künstlerisches Orgelspiel und Improvisation seit 1998 den Studiengang „Katholische Kirchenmusik“ an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Seinen ersten Orgelunterricht erhielt der gebürtige Bamberger mit dreizehn Jahren beim Domorganisten seiner Heimatstadt, Wolfgang Wünsch, bevor er 1978 in die Orgelklasse von Franz Lehrndorfer an der Münchener Musikhochschule aufgenommen wurde.

Nach dem mit Auszeichnung abgelegten Examen erlangte er Abschlüsse in Dirigieren sowie das Meisterklassendiplom für Orgel. An der Universität Augsburg folgte das Studium der Fächer Musikwissenschaft, Geschichte und Musikerziehung. Seine Dissertation von 1992 bei Prof. Franz Krautwurst beschäftigt sich mit der süddeutschen Kantate zur Bach-Zeit, einem bis dahin noch weitgehend unerforschten Bereich der protestantischen Kirchenmusik.

Seine künstlerische Tätigkeit begann Bönig in Memmingen, wo er von 1984 bis 1998 als Organist und Dirigent an der dortigen Hauptkirche St. Josef wirkte. Unter anderem spielte Bönig einen Zyklus der gesamten Orgelwerke Bachs in fünfzehn Konzerten. Für seine musikalische Arbeit wurde ihm 1995 der Kulturpreis der Stadt Memmingen verliehen. Konzerteinladungen führen ihn Jahr für Jahr in alle Welt; in letzter Zeit wurde er zu feierlichen Orgelweihen und Premieren u.a. nach China, Russland und Spanien eingeladen. Daneben ist er auch immer wieder als Dirigent tätig.

Bönig war und ist Interpret zahlreicher Uraufführungen von Werken, die ihm Komponisten widmeten, so beispielsweise von Enjott Schneider, Jean Guillou, Naji Hakim, Stephen Tharp, Colin Mawby, Robert HP Platz und Daniel Roth. Schon seine erste CD mit Orgelwerken von Dietrich Buxtehude, erschienen 1988, wurde von der europäischen und amerikanischen Musikkritik begeistert rezensiert. Zahlreiche weitere Aufnehmen – als Organist und Dirigent – folgten und summieren sich inzwischen zu einer langen Diskographie unterschiedlichsten Repertoires. Große Beachtung fanden die Einspielungen der Orgeln im Kölner Dom sowie eine CD mit einer eigenen Transkription von Bachs Goldberg.
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Seit Juni 2011 wirkt Andreas Boltz als Dommusikdirektor am Frankfurter Kaiserdom St. Bartholomäus. Er ist künstlerischer Leiter der „Frankfurter Domkonzerte“ und konzertiert in dieser Reihe mehrmals jährlich als Organist mit vorwiegend thematisch orientierten Konzertprogrammen sowie als Dirigent oratorischer Aufführungen.
Im vergangenen Jahr spielte Andreas Boltz Orgelkonzerte u.a. in der Pariser Basilika Sainte Clotilde sowie in den Domen von Erfurt und München.
Zum 500. Jubiläumskonzert in der Reihe der „Frankfurter Domkonzerte“ dirigierte er im Mai 2025 zwei Aufführungen von Ludwig van Beethovens monumentaler „Missa solemnis“ mit dem Vocalensemble und dem Neumeyer Consort auf historischen Instrumenten.
Mit seinem großen Repertoire an Orgelmusik vieler Epochen spielt er jeden Monat auch eine Orgelmatinee im Frankfurter Dom und gastiert häufig als Organist und Chorleiter im In- und Ausland.
Im Sommer 2013 erschien seine erste CD an der Frankfurter Domorgel „Mainmixtures – Komponisten in Frankfurt“, die Nachfolge-Produktion „Main-Stream“ im Herbst 2017 beim Label www.organophon.de.
Ein wichtiger Tätigkeitsschwerpunkt am Frankfurter Dom war neben dem gottesdienstlichen Orgelspiel der Aufbau und die Leitung der Frankfurter Domsingschule mit chorischem Angebot für Jungen und Mädchen zwischen 2011 und 2017.
Im Oktober 2018 erhielt er den Schumann-Preis der Schumann-Gesellschaft Frankfurt am Main für besondere musikpädagogische Leistungen mit dem Aufbau der Frankfurter Domsingschule.
Mit dem Frankfurter Domchor pflegt er die Tradition der Orchestermessen aus Klassik und Romantik im Rahmen der Gottesdienste im Frankfurter Dom, das von ihm gegründete Vocalensemble am Kaiserdom tritt in Projektphasen hauptsächlich für die Gestaltung von konzertanten Angeboten zusammen und setzt hier unter seiner Leitung besondere künstlerische Akzente mit a-cappella Werken von der Renaissance bis zur Moderne wie auch mit oratorischem Repertoire.
Die Choralschola des Frankfurter Domes gestaltet einmal im Monat unter seiner Leitung ein Hochamt mit Gregorianischen Gesängen.
Seine breit gefächerte Ausbildung erhielt er an der Musikhochschule Würzburg.
Dort erwarb er die Diplom-A- Prüfung in Katholischer Kirchenmusik, die Staatliche Musiklehrerprüfung und das Meisterklassendiplom für künstlerisches Orgelspiel in der Meisterklasse von Prof. Günther Kaunzinger.
Weitere Studien betrieb Andreas Boltz bei Daniel Roth, Francoise Renet, Guy Bovet und Jon Laukvik (Orgel), Eric Ericson und Fritz ter Wey (Chorleitung), Gert-Peter Münden (Kinderchorleitung), Godehard Joppich (Gregorianik), Glen Wilson (Cembalo) und Zsolt Gárdonyi (Komposition).
Von 1989 bis 1993 war er Assistent des Domkapellmeisters am Kiliansdom in Würzburg.
Zwischen Herbst 1993 und Mai 2011 wirkte er als Regionalkantor des Bistums Mainz in Darmstadt und Dozent für Chorleitung und Orgel am Institut für Kirchenmusik in Mainz.
Seine kompositorische Tätigkeit wurde 1992 beim Internationalen Kompositionswettbewerb in Triest (Italien) mit dem “Premio Speciale” gewürdigt.
Neben einer Vielzahl von Werken für die kirchenmusikalische Praxis, darunter Beiträge für die Veröffentlichungen im Umfeld des „Neuen Gotteslobs“, entstanden in den Jahren 2006 und 2010 zwei Musiktheaterproduktionen für das Kulturprogramm im Rahmen der Frankfurter Buchmesse.
Im Dezember 2019 wurde sein Adventliches Oratorium „lukas1“ in der KunstKulturKirche Allerheiligen in Frankfurt uraufgeführt.
Seine Kompositionen sind in vielen Verlagen veröffentlicht worden.
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Anthony Halliday wird jährlich zu Klavier- und Orgelkonzerten sowie Konzerten in ganz Europa und Australasien eingeladen. Sein Spiel wurde von mehreren international renommierten Dirigenten hoch gelobt. Walter Susskind bezeichnete seine Interpretation von Beethovens Viertem Klavierkonzert als „großartig“.
Seine Dissertation mit dem Titel „Schriftlicher Text: Eine Ressource für die Aufführungspraxis von Beethovens Klaviersonaten op. 106, 110 und 111 im christologischen Kontext“ liefert erstmals eine fundierte Erklärung für die Bedeutung der Hammerklavier-Sonate. Die Dissertation ist in der Bibliothek des Beethoven-Geburtshauses in Bonn hinterlegt. Anthony Halliday trat bei internationalen Musikfestivals in Köln, Bonn, Rom, Bochum und Bocholt auf. In London trat er in der Wigmore Hall, der Queen Elizabeth Hall, Westminster Abbey, der Westminster Cathedral und der St. Paul’s Cathedral auf und spielte Konzerte mit Solisten des BBC Symphony Orchestra und des St. Cecilia Chamber Orchestra. Er erhielt hervorragende Kritiken von der Times, dem Daily Telegraph und dem Guardian. Er gewann den ABC Commonwealth Concerto Wettbewerb mit Bartóks zweitem Klavierkonzert, begleitet vom Sydney Symphony Orchestra, und spielte alle 32 Klaviersonaten Beethovens ein. Außerdem spielte er die kompletten 48 Präludien und Fugen aus dem Wohltemperierten Klavier von J. S. Bach auswendig. In einer seltenen Leistung gewann er alle sieben ersten Preise bei den Prüfungen zum Royal College of Organists, London Fellowship, und die Silbermedaille der Worshipful Company of Musicians, London. Zu seinen Kompositionen gehören die Symphonie für Kleve, Deutschland, Drei Fugen für Klavier und die Missa Celebrationis für Doppelchor und Orchester, die 2017 in Bonn uraufgeführt wurde. Er ist stellvertretender Musikdirektor und Hauptorganist der St. Francis Church und der Blessed Sacrament Community in Melbourne. Konzertkritiken: „Einer der größten Organisten der Welt“ (Lefford Volkszeitung, Deutschland); „Großmeister der Tasteninstrumente“ (El Diario, Spanien)
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Otto Maria Krämer, geb. 1964, verrichtete seit 1974 regelmäßig Orgeldienste an St. Peter, Büderich bei Wesel. 1986 begann er das Studium der Kath. Kirchenmusik an der Folkwanghochschule in Essen, welches er an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf fortsetzte mit den Lehrern Prof. Paul Heuser (Orgel), Prof. Herbert Callhoff (Tonsatz) und Prof. Wolfgang Seifen (Improvisation). 1994 A-Examen.
Otto M. Krämer war Teilnehmer mehrerer Meisterkurse mit dem Schwerpunkt „Orgelimprovisation“, so u.a. „2. Internationale Orgelakademie Altenberg“ bei 
Daniel Roth, Gaston Litaize, Peter Planyavsky, Wolfgang Seifen. Von 1991 bis 1993 war er Organist an Herz-Jesu in Mönchengladbach-Bettrath; seit 1993 ist er Kantor an St. Peter und Paul in Straelen am Niederrhein. Neben seinen beruflichen Pflichten ist Krämer auch kompositorisch tätig. 1995 wurde er 2. Preisträger im „Internationalen Wettbewerb für Orgelimprovisation der Stadt Schwäbisch Gmünd“ und Gewinner (2eme Prix) beim „Concours d’Improvisation a l’orgue“ in Montbrison. 
Seine CD – Einspielungen in St. Ouen Rouen, in Magdeburg, St. Sebastian, 
in Münster, St. Lamberti sowie in Pforzheim St. Franziskus erreichten Kultstatus.

Otto M. Krämer gestaltet regelmäßig Orgelkonzerte und Kurse mit dem Schwerpunkt „Improvisation“; so spielte er in England, Frankreich, Italien, Belgien, Finnland, Holland, Litauen, Polen, der Schweiz, Dänemark, Schweden, Russland, Kanada und den USA. 
Seine intuitiv improvisierten, innovativen Stummfilm-Begleitungen gelten schon jetzt als legendär.
Auf seinen USA-Touren spielte er bei Konzerten und Meisterklassen in New York, San Francisco, Washington, St. Louis, Birmingham, Louisville, Chicago, Berkeley, Portland, Pasadena, Tuscon, Hollywood, Princeton und Los Angeles. 
Im Frühjahr 2006 unterrichtete er als Gastprofessor für Improvisation am 
Westminster Choir College Princeton, N.J.; im Juli 2016 unterrichtete er zum wiederholten Mal beim London Organ Improvisation Course (LOIC).
Seit 2013 unterrichtet Otto M. Krämer Liturgisches Orgelspiel/Improvisation an der Hochschule für Musik und Tanz Köln.
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KMD Prof. Dr. Markus Uhl  (geb. 1978) studierte in Freiburg, Weimar, Heidelberg und Essen Kirchenmusik, Konzertfach Orgel/Orgelimprovisation, Musikwissenschaft und Philosophie u.a. bei Zsigmond Szathmáry, Hans-Michael Beuerle, Michael Kapsner und Stefan Klöckner. Mit einer Arbeit über „Die Choralreform in der Folge des Trienter Konzils und die Editio Medicaea (1614/15)“ wurde er zum Dr. phil. promoviert.
Von 2007 bis 2026 war er Bezirkskantor der Erzdiözese Freiburg an der Jesuitenkirche in Heidelberg (Chöre, Orgelspiel, Ausbildung etc.). 
Am 1. Oktober 2025 hat er die W3-Professur für Orgel und Liturgisches Orgelspiel an der Hochschule für Musik und Tanz Köln übernommen und leitet den Studiengang Katholische Kirchenmusik. Konzerte, Projekte, Vorträge und musikwissenschaftliche Veröffentlichungen gehören zu seinen weiteren Tätigkeitsfeldern.
Preise und Auszeichnungen erhielt er in den Bereichen Orgel, Orgelimprovisation, Chorleitung und Musikwissenschaft. 2019 wurde er zum Kirchenmusikdirektor (KMD) ernannt.
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Markus Karas, 1961 geboren, studierte nach seinem Abitur Kirchenmusik an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main, u.a. Orgel bei Prof. Edgar Krapp, Chor- und Orchesterleitung bei Prof. Wolfgang Schäfer und Kontrapunkt, Harmonie- und Formenlehre bei Prof. Heinz Werner Zimmermann. Im Anschluss an das kirchenmusikalische Staatsexamen und die Künstlerische Reifeprüfung (Diplom) legte er, nach einem weiteren Aufbaustudium in der Orgelmeisterklasse von Prof. Edgar Krapp, 1987 sein Konzertexamen ab und erhielt den akademischen Grad Konzertsolist. Seit 1974 entstanden zahlreiche Kompositionen, vor allem für Chor, Klavier und Orgel. 1985 gewann Karas den 1. Preis im Limburger-Dom-Orgelwettbewerb. Meisterkurse bei Ton Koopman, Michael Radulescu, Jean-Claude Zehnder u.a. hielten seine Interpretationen von Barockmusik auf dem aktuellen Stand einer historisch orientierten Aufführungspraxis.
Seit 1989 ist Markus Karas Bonner Münsterorganist und Dirigent der dortigen Chöre. 1992 wurde er zudem Regionalkantor für das gesamte Stadtdekanat Bonn und tritt seither auch bei den Bonner Beethovenfesten auf. Seit 1984 entstanden mit Karas zahlreiche Fernseh- und Rundfunkaufnahmen sowie zwölf CD-Einspielungen (DVDs) mit Chor- und Orgelmusik. Neben seiner kontinuierlichen wie weltweiten Konzert- und Dozententätigkeit ist Karas Dirigent des vielfach preisgekrönten Frauenkammerchores BonnSonata, mit dem er auch zweimal Landessieger beim Chorwettbewerb NRW wurde. Seine Kompositionen erschienen mittlerweile bei sieben verschiedenen Verlagen. Karas gehört zum Herausgeberkreis der Zeitschrift Musik & Kirche und ist Mitglied der von Otfried Preußler mitbegründeten Sudetendeutschen Akademie mit Sitz in München.
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Der Kirchenmusiker und Konzertorganist Marcel Eliasch wurde 1997 in Paderborn geboren und erhielt mit 12 Jahren seinen ersten Orgelunterricht bei Daniel Beckmann, dem heutigen Domorganisten von Mainz
Seine kirchenmusikalischen Studien (Bachelor und Master) schloss er mit Bestnote und das Konzertexamen mit Auszeichnung ab. Er war der erste Student der Hochschule für Musik
Detmold, der das Konzertexamen im Fach Orgelimprovisation studierte. Parallel dazu war
Eliasch Dekanatskirchenmusiker im Dekanat Hochsauerland-Ost mit Sitz als Propsteikantor in der Stadt Marsberg und der künstlerische Leiter des Vokalensembles der Kantorei Marsberg
e.V. sowie Assistent des Domorganisten am Hohen Dom zu Paderborn. Bereits als Bachelorstudent initiierte er das Internationale Improvisationsfestival Marsberg, zu welchem viele namhafte und internationale Künstler gewonnen werden konnten. Auftritte im In- und Ausland führten ihn als Organist und Kammermusiker an bedeutende Orgeln und Orte: Lambertikirche zu Münster, nach Selianitika (Griechenland), Warschau, dem Dom zu Montichiari (Italien), dem Hohen Dom zu Paderborn, dem Hohen Dom zu Essen, St. Wenzel in Naumburg, dem Freiburger Münster und dem Petersdom (Vatikan) und viele mehr. Er ist Preisträger des renommierten Internationalen Petr Eben Improvisationswettbewerbs 2018 und zweiter Preisträger des 17. Internationalen Wettbewerbs für Orgelimprovisation Schwäbisch Gmünd 2021. Er ist zu dem auch Preisträger des Preises für die beste Improvisation des Orgelimprovisationswettbewerb in Haarlem 2024. Vom Wintersemester 22/23 bis zum Wintersemester 23/24 war er Lehrbeauftragter für künstlerisches Orgelspiel am Jungstudierendeninstitut der Hochschule für Musik Detmold. Im Wintersemester 23/24 hatte er im Rahmen einer Professurvertretung für Prof. Tomasz Adam Nowak einen Lehrauftrag für Liturgisches Orgelspiel/ Orgelimprovisation inne und war seitdem bis zum Sommersemester 24 auch Lehrbeauftragter für Deutschen Liturgiegesang ebenda. Seit Oktober 2025 ist er Deutschlands jüngster amtierender Domorganist an der ältesten Kathedrale der Republik, dem Hohen Dom zu Trier.
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